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Neuigkeiten rund um den Prinz-Max

"Prinz Max" historisches Seckenheim

Tafel

Förderverein historische Seckenheim

Der Prinz Max, liebevoll unter Seckenheimern "Prinzer" genannt, erfährt eine weitere Ehrung. Als ältestes Gasthaus in Seckenheim erhalten wir eine Gedenktafel, angeregt vom Förderverein historisches Seckenheim und in Abstimmung mit dem Stadtarchiv erstellt.


Prinz Max
1721 wird die Gaststätte „Zum Anker“ als Vorläufer des heutigen „Prinz Max“ in Seckenheims altem Ortsteil, dem Hunsrück, gegründet. Damit ist der „Prinzer“ das älteste noch bestehende Wirtshaus Seckenheims. Die ursprüngliche Namensgebung verweist auf Gäste rund um die
Neckarschifffahrt. Die Wirtsfamilie Zwingenberger erwirbt 1860 den „Anker“ und ist über mehrere Generattionen Besitzer des „Prinz Max“. Die Namensänderung 1860 ist eine Referenz an Maximilian von Baden (1796-1882), ein Sohn des ersten badischen Großherzogs Karl Friedrich.

 

Maximilian von Baden (1817)

Als erster Gastwirt wird der 1687 geborene Christoffel Wolf erwähnt. Die alten Hunsrückgasthäuser, wie der Anker, werden im Nebenerwerb betrieben. Sie sind ein Zubrot für die Fischer. Der Ausschank erfolgt in der „Gast“-stube. Der Fischfang beruht auf den alten Allmendrechten der Fischerzünfte des unteren Neckars. Er wird meist mit einer kleinen Landwirtschaft ergänzt.

Treideln, Skizze 19. Jahrhundert

Die Fischer- und Schifferwirtschaft erwirbt die Schildgerechtigkeit und entwickelt sich zum gesellschaftlichen Mittelpunkt des Hunsrücks. Damals wohnen „die Fischer...Seckenheims... alle
auf dem Wörth oder Hunsrück“. Von 1750-1880 verändert sich die soziale Zusammensetzung:
der Hunsrück wird zum dichtbesiedelsten Teil der Gemeinde und wird geprägt von den „kleinen Häuschen der Fischer und Tagelöhner“.

Neckarfischer um 1925 (Foto: K. Arnold)


Die Gaststätte mitten im Hunsrück, ohne Fremdenzimmer und Tanzsaal, ist Treffpunkt der „kleinen Leute“. Mit der Errichtung einer Kegelbahn auf der anderen Straßenseite entwickelt sich der „Prinz
Max“ zu einem Wirtshaus mit zahlreichen Stammtischen und der bekanntesten Kegelbahn Seckenheims. Das Lokal übersteht so das 20. Jahrhundert.

2005 übernimmt das Ehepaar Rita und Heinz Biegel das Anwesen. Das Gastwirtspaar knüpft an der Tradition des „Prinzer“ an und eröffnet nach einer aufwändigen Sanierung 2006 das Speiselokal. Die ehemalige „Fischerkneipe“ ist heute wieder Treffpunkt vieler Stammtische. Mit den „Bands im Prinzer“ wird zudem handgemachte Musik etabliert.

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